Es ist zumeist eine lange und fruchtlose Diskussion, welches nun das beste Werk eines Künstlers sei - aus diesem Grund möchte ich diese Frage überhaupt nicht thematisieren. Vielleicht ist "The Elephant Man" David Lynchs bester Film, vielleicht ist er es nicht. Sicher ist jedoch, dass es der einzige Lynch-Film ist, der einen wirklichen emotionalen Zugang zu den Figuren gewährt, der Sympathie und Antipathie gegenüber den Protagonisten zulässt. Und sicher ist weiterhin, dass das dritte Werk des Regisseurs trotz Abwesenheit von den sonst typischen surrealistischen Momenten und subtilen Schockeffekten weitaus erschreckender und verstörender ist, als Lynchs sonstige Filmographie.
"The Elephant Man" ist kein Film an dem man Spaß haben kann - und das nicht etwa wegen der Hauptfigur oder deren titelgebende Deformation, sondern wegen des unmenschlichen und asozialen Verhaltens, dass ihr vielerorts entgegen gebracht wird - es ist das Portrait einer kaputten Gesellschaft, verpackt in trister, schwarz-weißer Bildsprache. In vielerlei Hinsicht steckt in "The Elephant Man" mehr an wahrhaftigen Horror, als in den meisten Filmen, die sich sonst um diese Genre-Plakette bemühen.
Ein großartiges und berührendes Stück Kino.
Ein großartiges und berührendes Stück Kino.
8 / 10

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