Insgeheim als Gegenentwurf zu all den promiskuitiven Jungsklamotten der letzten Jahre gestartet, bleibt Catherine Hardwickes Leinwandumsetzung des überraschenderweise zu Weltruhm gelangten Romans stets auch ein stark seiner (nicht so) kleinen Zielgruppe verschriebener Film, dessen Faszination sich außerhalb des angepeilten Rasters wohl nur ungenügend rekonstruieren lässt: TWILIGHT ist weder ein besonders herausragend gespielter, noch ein sonderlich interessant inszenierter Film, aber mit seiner ebenso erfolgreichen, wie auch beispiellosen Inszenierung von Prinzessinenträumen und Projektionsflächen für pubertierende Mädchen muss man ihm wohl oder übel zugestehen, den Zeitgeist einer bestimmten Klientel ebenso getroffen, wie auch geprägt zu haben.
In seinen unbeholfenen und oftmals auch unfreiwillig komischen Dialogen versucht sich TWILIGHT dabei eher an der nahezu stoischen Adaption des zeitlosen „Romeo und Julia“-Stoffes und der Faszination verbotener Liebe, denn an der Transformation verschiedener Nachtgeschöpf-Mythen in die Gegenwart, kann sein konsequentes Ausblenden der Aufgeladenheit der Kombination zweier so erotisch aufgeladener Sujets wie Vampirismus und Pubertät damit aber freilich nur ungenügend entschuldigen.
Doch so sehr die tendenzielle Negierung von Sexualität und der problematische Blick Hardwickes auf die Frauenrolle als solches auch auffallen mögen, letztlich beruft sich ihr Film weitaus mehr auf das Verständnis vieler anderer halbgarer coming-of-age-Soaps und deren Klischees und Mechanismen, als ihm selbst an klarer Entwicklung einer reaktionären Geisteshaltung gelegen wäre.
Besser macht dieser Umstand die bisweilen arg bräsige Vampir-Schmonzette nicht, aber es entzieht sie doch in gewisser Weise der (oftmals sowieso nur vorgeschobenen) Ideologiekritik der Internetgemeinde.
In seinen unbeholfenen und oftmals auch unfreiwillig komischen Dialogen versucht sich TWILIGHT dabei eher an der nahezu stoischen Adaption des zeitlosen „Romeo und Julia“-Stoffes und der Faszination verbotener Liebe, denn an der Transformation verschiedener Nachtgeschöpf-Mythen in die Gegenwart, kann sein konsequentes Ausblenden der Aufgeladenheit der Kombination zweier so erotisch aufgeladener Sujets wie Vampirismus und Pubertät damit aber freilich nur ungenügend entschuldigen.
Doch so sehr die tendenzielle Negierung von Sexualität und der problematische Blick Hardwickes auf die Frauenrolle als solches auch auffallen mögen, letztlich beruft sich ihr Film weitaus mehr auf das Verständnis vieler anderer halbgarer coming-of-age-Soaps und deren Klischees und Mechanismen, als ihm selbst an klarer Entwicklung einer reaktionären Geisteshaltung gelegen wäre.
Besser macht dieser Umstand die bisweilen arg bräsige Vampir-Schmonzette nicht, aber es entzieht sie doch in gewisser Weise der (oftmals sowieso nur vorgeschobenen) Ideologiekritik der Internetgemeinde.
4.5 / 10
